## Vonovia: Aktionärsschützer attackieren millionenschweres Abschiedspaket für Ex-Chef Rolf Buch
Der Dax-Konzern Vonovia zahlt seinem abgetretenen Vorstandschef Rolf Buch ein deutlich höheres Abschiedspaket als bisher bekannt – und stößt damit auf scharfe Kritik von Aktionärsschützern. Die Vereinigung für die Prüfung von Unternehmensführung (VPP) bezeichnet die Abfindung als „schwer vermittelbar“ und wirft dem Wohnungsriesen vor, die Offenlegungspflichten nicht vollständig erfüllt zu haben. Im Zentrum der Kontroverse steht eine undurchsichtige Sonderregelung, die den Gesamtwert der Zahlungen in die Höhe treibt.

Laut Handelsblatt erhält Buch nicht nur die vertraglich vereinbarte Abfindung in Höhe von zwei Jahresgehältern, sondern profitiert zusätzlich von einer Klausel zur variablen Vergütung. Diese sieht vor, dass er Anspruch auf einen vollen Bonus für das laufende Geschäftsjahr 2024 hat, obwohl er das Unternehmen bereits im April verlassen hat. Diese Regelung, die über Standardverträge hinausgeht, macht den Großteil der zusätzlichen Millionen aus und untergräbt das Prinzip der leistungsbezogenen Bezahlung.

Die Kritik der VPP erhöht den Druck auf den Aufsichtsrat um Jürgen Fitschen, die Transparenz und Angemessenheit der Vorstandsvergütung bei Vonovia zu rechtfertigen. Der Fall fällt in eine Phase, in der der Konzern mit hoher Verschuldung und einem schwierigen Immobilienmarkt kämpft, während Mieterschützer und Politik schärfere Regeln für Mieten und Unternehmensführung fordern. Die als exzessiv wahrgenommene Abfindung für den Ex-Chef könnte somit nicht nur einen Reputationsschaden verursachen, sondern auch weitere regulatorische Scrutiny nach sich ziehen.
---
- **Source**: Handelsblatt
- **Sector**: The Vault
- **Tags**: Vorstandsvergütung, Abfindung, Corporate Governance, DAX, Immobilien
- **Credibility**: unverified
- **Published**: 2026-03-25 08:56:54
- **ID**: 32805
- **URL**: https://whisperx.ai/en/intel/32805