## Egon Zehnder unter neuem Chair: German Herrera warnt vor Zeitverschwendung und kündigt radikale Veränderungen an
„Wir alle haben keine Zeit mehr für Spielchen“ – mit dieser klaren Ansage tritt German Herrera sein Amt als neuer Global Chair der Top-Beratung Egon Zehnder an. Im ersten Interview positioniert er sich unmissverständlich: In einer sich rasant verändernden Welt ist Geduld ein Luxus, den sich das Unternehmen nicht leisten kann. Diese Dringlichkeit prägt seine gesamte Agenda und signalisiert einen fundamentalen Kulturwandel bei der traditionsreichen Personalberatung.

Herrera konkretisiert diese Haltung mit zwei unmittelbaren, operativen Veränderungen. Erstens hebt er die bisherige Altersgrenze für Partner auf, die bisher mit 62 Jahren aus dem operativen Geschäft ausscheiden mussten. Diese Regel wird abgeschafft, um Erfahrungswissen länger zu binden und flexiblere Karrierewege zu ermöglichen. Zweitens setzt er stark auf Künstliche Intelligenz, nicht als Spielerei, sondern als essenzielles Werkzeug, um die Effizienz der Berater zu steigern und mehr Zeit für die wirklich strategische Kundenberatung zu gewinnen.

Die Botschaft ist eine Abkehr von behäbigen Traditionen. Die Abschaffung der Altersgrenze ist ein direkter Eingriff in das Partnerschaftsmodell und zielt darauf ab, den „War for Talent“ auch intern zu gewinnen. Gleichzeitig soll der strategische Einsatz von KI die Berater von Routinearbeiten befreien. Zusammen bilden diese Maßnahmen den Kern von Herreras Wachstumsplänen für Egon Zehnder. Er stellt das Unternehmen damit vor die Aufgabe, sich in einer Ära beschleunigten Wandels neu zu erfinden – oder zurückzufallen.
---
- **Source**: Handelsblatt
- **Sector**: The Office
- **Tags**: Personalberatung, Unternehmensführung, KI-Strategie, Kulturwandel, Partnermodell
- **Credibility**: unverified
- **Published**: 2026-03-25 10:56:49
- **ID**: 33114
- **URL**: https://whisperx.ai/en/intel/33114