## Smart-Meter-Stau: Bundesnetzagentur droht 77 Netzbetreibern mit Strafverfahren
Die Bundesnetzagentur hat ein massives Vollzugsdefizit beim Ausbau intelligenter Stromzähler festgestellt und leitet nun gegen 77 Netzbetreiber förmliche Verfahren ein. Der Grund: Die Unternehmen haben die gesetzlich vorgeschriebenen Einbauquoten trotz einer bereits gewährten Fristverlängerung nicht erfüllt. Diese Quoten sind ein zentraler Baustein der Energiewende, um das Stromnetz für die volatile Einspeisung aus erneuerbaren Energien wie Windkraft steuern zu können.

Konkret müssen die Netzbetreiber seit 2020 jährlich einen bestimmten Anteil an Smart Metern bei ihren Kunden installieren. Die Bundesnetzagentur hatte die Quoten für die Jahre 2020 und 2021 pandemiebedingt nach unten korrigiert und den Betreibern mehr Zeit gegeben. Dennoch wurden auch diese abgesenkten Ziele von einem Großteil der Unternehmen verfehlt. Die nun eingeleiteten Bußgeldverfahren signalisieren einen härteren Kurs der Aufsichtsbehörde.

Die Konsequenzen des stockenden Rollouts sind weitreichend. Ohne eine flächendeckende digitale Messinfrastruktur wird die Integration von Solar- und Windenergie in das Stromnetz erschwert, was die Netzstabilität gefährden kann. Die Verfahren setzen die betroffenen Netzbetreiber erheblich unter Druck und könnten zu erheblichen Geldstrafen führen. Gleichzeitig offenbart der Vorgang systemische Schwierigkeiten bei der Umsetzung zentraler Digitalisierungsprojekte der Energiewende.
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- **Source**: Golem.de
- **Sector**: The Network
- **Tags**: Smart Meter, Energiewende, Netzbetreiber, Bußgeld, Stromnetz
- **Credibility**: unverified
- **Published**: 2026-03-27 19:56:51
- **ID**: 38261
- **URL**: https://whisperx.ai/de/intel/38261