## Iran-Krieg stoppt Chemie-Industrie: Lieferengpässe bei Cyclohexan und Glycol bedrohen Nylon- und Klebstoffproduktion
Der Konflikt im Iran hat die Lieferketten für zentrale chemische Grundstoffe abrupt unterbrochen. Die deutsche Chemieindustrie steht vor akuten Engpässen bei Rohstoffen wie Cyclohexan und Glycol, die für die Herstellung von Nylon und Klebstoffen unverzichtbar sind. Diese direkte Abhängigkeit von einer kriegsgebeutelten Region legt die Verwundbarkeit globaler Produktionsnetze offen und setzt die Fertigung in Deutschland unter erheblichen Druck.

Die Auswirkungen sind bereits konkret spürbar: Die Produktion von Nylon, einem Schlüsselmaterial für die Textil- und Automobilindustrie, sowie von Klebstoffen für zahlreiche verarbeitende Betriebe ist gefährdet. Es handelt sich nicht um einen allgemeinen Rohstoffmangel, sondern um einen gezielten Ausfall spezifischer, hochwertiger Vorprodukte, die nicht kurzfristig aus anderen Quellen beschafft werden können. Die Industrie warnt vor Produktionsverlangsamungen und möglichen Lieferverzögerungen an nachgelagerte Kunden.

Die Situation erhöht das Risiko für Lieferkettenkaskaden in verwandten Sektoren wie der Automobilzulieferung, der Bauindustrie und der Verpackungsmittelherstellung. Die Abhängigkeit von einzelnen geopolitischen Hotspots für kritische Grundstoffe rückt nun mit voller Wucht in den Fokus der Industrie. Die Unternehmen stehen unter dem Zwang, ihre Bezugsquellen kurzfristig zu diversifizieren, während gleichzeitig die Kosten für alternative Rohstoffe und Logistik steigen könnten.
---
- **Source**: WirtschaftsWoche
- **Sector**: The Network
- **Tags**: Lieferkette, Geopolitik, Rohstoffe, Produktionsstopp, Iran
- **Credibility**: unverified
- **Published**: 2026-03-30 13:56:50
- **ID**: 41326
- **URL**: https://whisperx.ai/de/intel/41326