## ING stoppt Russland-Deal: Genehmigungs-Chaos verzögert Banken-Exit aus Moskau
Der geplante Verkauf des Russlandgeschäfts der ING ist gescheitert. Die niederländische Bank hat die Transaktion abgesagt, weil sie nicht mehr davon ausgeht, dass der potenzielle Käufer die notwendigen behördlichen Genehmigungen erhalten wird. Dieser Rückschlag macht den ohnehin langwierigen und komplexen Rückzug aus dem russischen Markt für eines der größten Finanzinstitute Europas erneut deutlich schwieriger.

Die ING sucht nun weiter nach einem neuen Käufer für ihr Geschäft in Russland. Die Entscheidung unterstreicht die praktischen Hürden, die westliche Banken bei der Umsetzung ihrer angekündigten Exits überwinden müssen. Nicht nur wirtschaftliche, sondern vor allem regulatorische und politische Zustimmungen werden zu kritischen Stolpersteinen. Der Fall zeigt, dass selbst bei gefundenen Interessenten die Transaktion am Ende an der Genehmigungspraxis scheitern kann.

Der gescheiterte Deal erhöht den Druck auf die ING, eine alternative Lösung für ihr verbliebenes Engagement zu finden, und wirft ein Schlaglicht auf die undurchsichtige Genehmigungslandschaft für solche Veräußerungen. Für andere internationale Banken, die noch in Russland aktiv sind, dient dies als Warnsignal: Der Ausstieg ist ein langwieriges Manöver voller Unsicherheiten, bei dem selbst konkrete Verkaufspläne an bürokratischen Hürden zerbrechen können. Die Suche nach einem neuen Käufer beginnt von vorn.
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- **Source**: Handelsblatt
- **Sector**: The Vault
- **Tags**: Banken, Russland-Sanktionen, Regulierung, Exit, Finanzwirtschaft
- **Credibility**: unverified
- **Published**: 2026-04-07 09:56:52
- **ID**: 52778
- **URL**: https://whisperx.ai/de/intel/52778