## VW-Chef Blume stellt Audi-Strategie in Frage – Döllner kämpft um seinen Kurs für die Premiummarke
Der neue Audi-Chef Gernot Döllner steht unter massivem internen Druck, bevor sein Strategiekurs für die Premiummarke überhaupt richtig Fahrt aufnehmen kann. Ausgerechnet der eigene Konzernchef, VW-Boss Oliver Blume, könnte den Plan zum Scheitern bringen. Hintergrund ist die anhaltend dürftige Rendite der Premiumtöchter Audi und Porsche, die den gesamten Volkswagen-Konzern belastet und nun einen verschärften Sparzwang aus der Wolfsburger Konzernzentrale auslöst.

Döllner, seit September 2023 im Amt, hat einen eigenen Plan vorgelegt, um die Profitabilität von Audi zu steigern. Sein Konzept steht jedoch im direkten Konflikt mit den möglichen Sparvorgaben und der strategischen Gesamtausrichtung, die Blume für den gesamten VW-Konzern durchsetzen will. Der Machtkampf offenbart die tiefe Krise innerhalb des VW-Imperiums: Die einstigen Cashcows im Premiumsegment bringen kaum noch Gewinn, während die Konzernspitze nach Wegen sucht, Kosten zu senken und Investitionen zu priorisieren.

Das Ringen zwischen Döllner und Blume wird die Zukunft von Audi definieren. Ein Scheitern von Döllners Strategie würde nicht nur seine Position als Markenchef gefährden, sondern auch signalisieren, dass die Autonomie der Premiummarken im VW-Konzern weiter schwindet. Die Auseinandersetzung erhöht den Druck auf das gesamte Management, während gleichzeitig die Erwartungen der Finanzmärkte an eine schnelle Profitabilitätswende steigen. Der Konflikt auf Vorstandsebene könnte die dringend benötigte Erneuerung der Marke weiter verzögern.
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- **Source**: Handelsblatt
- **Sector**: The Office
- **Tags**: Automobilindustrie, Vorstandsmachtkampf, Unternehmensstrategie, Sparzwang, Renditekrise
- **Credibility**: unverified
- **Published**: 2026-04-14 07:52:41
- **ID**: 63299
- **URL**: https://whisperx.ai/en/intel/63299