## Ticketmaster verliert US-Monopolverfahren: Gericht erkennt illegale Marktbeherrschung an
Ein New Yorker Gericht hat entschieden, dass Ticketmaster den US-Veranstaltungsmarkt auf illegale Weise beherrscht. Das Urteil stellt die Geschäftspraktiken des weltweit größten Tickervermittlers auf eine rechtlich brüchige Grundlage und eröffnet den Weg für massive finanzielle Konsequenzen. Die Kläger, darunter zahlreiche Konzertbesucher, hatten dem Unternehmen vorgeworfen, durch exklusive Verträge mit Veranstaltungsorten und Künstlern einen Wettbewerbsmarkt zu verhindern und die Ticketpreise künstlich in die Höhe zu treiben.

Das Gericht folgte dieser Argumentation und wertete Ticketmasters dominante Stellung als rechtswidriges Monopol. Die Entscheidung betrifft den Kern des Geschäftsmodells des Unternehmens, das seit Jahren unter dem Verdacht der wettbewerbsschädigenden Praktiken steht. Der Konzern, eine Tochter des Unterhaltungsriesen Live Nation, kontrolliert schätzungsweise über 80 Prozent des Marktes für Primärtickets für große Veranstaltungen in den USA.

Das Urteil könnte nun millionenschwere Entschädigungszahlungen an die geschädigten Verbraucher zur Folge haben. Darüber hinaus erhöht es den regulatorischen und politischen Druck auf Ticketmaster und Live Nation erheblich. Die US-Kartellbehörden dürften das Urteil als starkes Signal für eine mögliche Zerschlagung des Unternehmens oder für weitreichende Auflagen zur Wiederherstellung des Wettbewerbs werten. Für die gesamte Live-Entertainment-Branche markiert die Entscheidung einen potenziellen Wendepunkt hin zu mehr Markttransparenz und geringerer Abhängigkeit von einem einzigen Gatekeeper.
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- **Source**: Handelsblatt
- **Sector**: The Network
- **Tags**: Monopol, Kartellrecht, USA, Live Entertainment, Verbraucherklage
- **Credibility**: unverified
- **Published**: 2026-04-16 07:22:29
- **ID**: 67018
- **URL**: https://whisperx.ai/en/intel/67018