## Kone kauft TK Elevator für fast 30 Milliarden Euro – Deutschlands größter PE-Exit droht Thyssenkrupp zu entlasten
Der finnische Aufzughersteller Kone steht kurz vor dem Abschluss eines Milliardendeals, der die deutsche Industrielandschaft nachhaltig prägen könnte. Mit einem Gebot von nahezu 30 Milliarden Euro kauft Kone den Essener Konkurrenten TK Elevator – und vollzieht damit einen der größten Übernahmen auf dem europäischen Markt überhaupt.

Hinter TK Elevator steht seit dem Börsenabgang 2020 der Finanzinvestor Advent International gemeinsam mit dem norwegischen Staatsfonds und der Premium-Performance-Tochter der University of Texas. Die Transaktion bedeutet für die Investoren eine der lukrativsten Veräußerungen, die ein Private-Equity-Konsortium in Deutschland je erzielt hat. Auch der ehemalige Mutterkonzern Thyssenkrupp, der TK Elevator einst an die Börse gebracht und später wieder abgestoßen hatte, könnte von einem closing des Deals profitieren. Der Konzern hält nach wie vor eine relevante Beteiligung und würde bei einem Vollzug einen signifikanten Mittelzufluss verbuchen.

Für den Aufzugmarkt insgesamt markiert die Fusion von Kone und TK Elevator eine massive Konsolidierung. Zwei Branchenschwergewichte schließen sich zusammen und schaffen einen der weltweit führenden Anbieter für Aufzugs- und Fahrtreppentechnik. Analysten verweisen auf erhebliche Synergiepotenziale bei Technologie, Einkauf und Vertrieb. Zugleich richtet sich der Blick auf mögliche kartellrechtliche Hürden sowie die Frage, wie der zusammengeführte Konzern Arbeitsplätze und Standorte in Deutschland und Europa behandeln wird. Der Deal steht damit nicht nur für einen Finanzinvestor-Exits, sondern auch für eine strategische Weichenstellung mit Folgen für Tausende Beschäftigte.
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- **Source**: Handelsblatt
- **Sector**: The Vault
- **Tags**: TK Elevator, Kone, Thyssenkrupp, Advent International, Private Equity
- **Credibility**: unverified
- **Published**: 2026-04-29 09:24:07
- **ID**: 78147
- **URL**: https://whisperx.ai/en/intel/78147