## Deutschlands wertvollste Start-ups im Transparenz-Blackout: Celonis und Sennder verweigern seit 2019 Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse
Celonis und Sennder, zwei der größten deutschen Technologieunternehmen, verweigern seit mindestens 2019 die Veröffentlichung ihrer Jahresabschlüsse und nehmen dafür systematisch Ordnungsgelder in Kauf. Damit entziehen sich die Unicorns der öffentlichen Kontrolle, während Investoren und Geschäftspartner kaum Einblick in die finanzielle Lage erhalten.

Die bayerische Celonis SE, ein Process-Mining-Spezialist mit Sitz in München und zuletzt mit 13 Milliarden US-Dollar bewertet, begründet die Intransparenz offiziell mit der Sorge um die Wettbewerbsfähigkeit. Sennder Technologies GmbH, ein Berliner Logistik-Start-up mit ähnlich hohem Marktwert, hält ebenfalls keine Abschlüsse öffentlich zugänglich. Beide Unternehmen operieren damit außerhalb der üblichen Offenlegungspflichten, die für vergleichbare Firmen derselben Größenordnung Standard sind. Die wiederholte Zahlung von Ordnungsgeldern deutet darauf hin, dass die Konsequenzen bewusst einkalkuliert werden.

Für Investoren und Marktbeobachter entsteht dadurch ein的双向问题: Ohne geprüfte Bilanzen bleibt die tatsächliche finanzielle Performance – Umsatzentwicklung, Profitabilität, Cashflow – im Dunkeln. Das Risiko steigt, dass Bewertungen auf überholten oder unvollständigen Daten basieren. Im Vergleich zu börsennotierten Konkurrenten fehlt zudem die Kontrollfunktion des Kapitalmarkts. Die Fälle werfen grundsätzliche Fragen zur Governance bei hochbewerteten Privatunternehmen auf, die ohne externe Prüfpflicht agieren können.
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- **Source**: Handelsblatt
- **Sector**: The Vault
- **Tags**: Celonis, Sennder, Transparenz, Unicorns, Jahresabschluss
- **Credibility**: unverified
- **Published**: 2026-04-29 15:54:07
- **ID**: 78275
- **URL**: https://whisperx.ai/en/intel/78275