## Metro, Ceconomy und Aral fordern Preisdeckel: Deutsche Handelsriesen greifen Visa und Mastercard wegen hoher Firmenkarten-Gebühren an
Die Großhändler-Kette Metro, die Elektronikhandelsgruppe Ceconomy und der Tankstellenbetreiber Aral erhöhen gemeinsam mit Branchenverbänden den Druck auf die US-Finanzkonzerne Visa und Mastercard. Hintergrund ist die Kritik an aus ihrer Sicht überhöhten Gebühren für Unternehmenskreditkarten, die im bargeldlosen Zahlungsverkehr anfallen. Die Forderung nach einem staatlichen Preisdeckel hat damit eine neue Dimension erreicht.

Die Beschwerdeführer bemängeln insbesondere die sogenannten Interchange-Gebühren, die bei jeder Zahlung mit Firmenkarten anfallen und von den Händlern getragen werden müssen. Die Marktmacht von Visa und Mastercard auf dem europäischen Zahlungskartenmarkt verschärft das Problem aus Sicht der Handelsunternehmen zusätzlich. Branchenverbände unterstützen die Klagen und verweisen auf die strukturelle Abhängigkeit des Einzelhandels von den beiden US-Konzernen.

Die Auseinandersetzung hat eine politische Dimension. Regulierungsbehörden in der EU prüfen bereits seit längerem die Gebührenstrukturen der Zahlungsanbieter. Sollte es zu gesetzlichen Eingriffen kommen, könnte dies weitreichende Folgen für das Geschäftsmodell von Visa und Mastercard haben. Für deutsche Handelsunternehmen steht viel auf dem Spiel: Die Kosten für Firmenkreditkarten summieren sich bei hohem Transaktionsvolumen erheblich.
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- **Source**: Handelsblatt
- **Sector**: The Vault
- **Tags**: Visa, Mastercard, Unternehmenskreditkarten, Interchange-Gebühren, Metro
- **Credibility**: unverified
- **Published**: 2026-05-08 13:55:00
- **ID**: 80640
- **URL**: https://whisperx.ai/de/intel/80640